Zurück zur Normalität?

In der aktuellen Ausgabe der Luise berichten wir über Erfahrungen von Kirchenbesuchern seit der Wiederaufnahme unserer Gottesdienste – aus Platzgründen nur auszugsweise.

Die vollständige Wiedergabe aller Stellungnahmen finden Sie hier:

  1. „Ich freue mich, dass es wieder möglich ist, Gottesdienste zu besuchen. Die Einschränkungen sind zu akzeptieren, dienen sie doch der Gesundheit aller. Mir fehlt allerdings der Gemeindegesang. Auch das Abendmahl vermisse ich sehr. Sollten die Gruppen tatsächlich nicht in nächster Zukunft stattfinden, so ist mir das unerklärlich! In Anbetracht der allgemeinen großen Freiheiten, die uns bewilligt wurden, sind unsere kirchlichen Gruppen Kleinstveranstaltungen. Mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen sollte es doch gelingen, dass wir beisammen sein können.“

  2. „Meine Generation hat noch gelernt, mit Einschränkungen zu leben, daher freue ich mich schon, dass die Kirche geöffnet ist und Gottesdienste stattfinden können.“

  3. „Es ist die Gemeinschaft, die trotz aller Widrigkeiten da ist. Das brauche ich. Die wunderbare Musik und die Predigten. Es ist schön, etwas zu haben, das verbindet.“

  4. „Ich habe ein unstillbares Bedürfnis, wieder das Abendmahl mit der Gemeinde zu feiern! Lieber Gott, steh uns bei.“

  5. „Es ist schön trotzdem zusammen zu kommen und gemeinsam zu beten. Nicht singen zu dürfen ist nicht schön. Ich genieße den Gottesdienst sehr.“

  6. „Die Gottesdienste tun auch mit Maske gut. Das Abendmahl fehlt.“

  7. „Es ist anders, aber gut. Die Predigt ist wichtig und das Beten. Und ich nehme die Texte ganz anders wahr, wenn ich sie gesungen höre und nicht selber singe. Das ist auch schön. Abendmahl fehlt mir nicht.“

  8. „Es ist ok, nicht schön, aber ok. Am Anfang ist es mir schwergefallen, aber ich sehe es als notwendiges Übel. Es ist nun mal gerade so. Ich vertraue darauf, dass es nur vorübergehend ist. Ich summe die Lieder mit, das ist auch schön. Ich bin ja da und kann hören und was für mich mitnehmen. Was mir fehlt ist der Friedensgruß, das Umarmen lieber Gemeindemitglieder und das Händeschütteln. Ob das je wieder so wird wie früher? Ich freue mich sehr auf das nächste Abendmahl. Es ist etwas Besonderes, das merkt man spätestens jetzt. Allerdings ist mir jede Woche Abendmahl wie sonst zu viel. Daher genieße ich den Gottesdienst wie er jetzt ist auch: kurz & knackig. Ich freue mich auf bessere Zeiten, wir entfernen uns sonst zu sehr voneinander. Aber so wie es jetzt ist, ist sehr gut, viel besser als gar nicht oder nur online. Daher danke an alle Beteiligten auch für das Aufnehmen der Gottesdienste und die Beständigkeit. … Und, ja, der Segen ist etwas Wundervolles!“

  9. „Das Wichtigste ist doch, dass es einen Gottesdienst gibt und wir gesund bleiben. Auf alles andere dürfen wir uns freuen. Außerdem, was ist normal? In der Christenheit gab es viele schwere Stunden, und was zählt ist doch der Glaube!“

  10. „An die Maske kann man sich gewöhnen. Abendmahl fehlt mir. Gott wird es schon richten. Gemeinde im Herzen, und der Tat!“

  11. „Danke, dass wir hier sein können. Gottesdienst zu Hause geht nicht richtig.“

  12. „Es ist immer wohltuend, in die Luisenkirche einzutreten. Gottesdienst und Predigt sind wie immer erbaulich. Abendmahl fällt aus, das ist verständlich. Singen aber sollte sein! Schön, dass wir zusammen sind. Wir meistern den Engpass. Mit Gruß!“

  13. „Es gibt nichts zu jammern. Als Gottesvolk müssen wir uns auf neue Situationen einstellen. Unsere Vorfahren mussten das auch. Das Wichtigste ist, dass wir Gottes Wort hören können und wir versuchen zu verstehen!“

  14. „Alles gut, vielen Dank. Warum nicht Abendmahl wie in Sankt Canisius?“

  15. „Es fühlt sich momentan alles sehr beschissen an. Ich gehe in ein Gotteshaus um zu beten und Freude zu haben. Die wird mir generell in dieser Situation genommen. Ich gehe seit Jahren in die Kirche, aber dies habe und will ich nicht nochmal erleben. Sie als Kirche werden merken, dass die Besucherzahlen noch mehr zurück gehen, das ist das Ergebnis unserer Politik, die 1. den Datenschutz und Teile des Grundgesetzes aushebelt. Das macht mir große Sorge. Durch diese Situation, werden immer mehr Bekanntschaften usw. auseinander gehen und das soll generell nicht sein. Auch das tragen dieser „Maulkörbe“ ist gesundheitsschädlich, wurde von vielen Professoren u.a. bestätigt. Aber leider hören wir nicht auf Gottes Wort, sondern nur auf bestimmte Leute, die ca. 80 Mio Bürger steuern. Auch hier sollte die Kirche dagegen steuern und endlich schnell für Normalität sorgen!“

  16. „Ich nutze die Zeit, um auch andere Kirchen kennenzulernen. Die Maske stört. Das Nicht singen können ist schade, aber ich freue mich über die Musik. Ich empfinde es trotzdem als Trost hierher kommen zu dürfen. Vielen Dank!“

  17. „Es ist trotzdem gut, hier zu sein, gerade in diesen Zeiten. Es ist nicht normal, aber das kann und darf es im Moment auch nicht sein. Wichtiger als Singen oder Abendmahl ist doch das Hören. Und das tut mir gut.“

  18. „Mein Eindruck ist: Krieg war schlimmer. Nachbarn hat man die helfen. Wichtig ist: egal wo man ist gesund bleiben, miteinander reden.“

  19. „Heute bin ich seit der Coronakrise das erste Mal wieder beim Gottesdienst. Dankbar bin ich dafür, dass es so gut organisiert ist mit der Abstandhaltung. Zwar vermisse ich das Mitsingen, aber da Pfarrerin Hensel so gut singen kann, ist es so schön, ihr zuhören zu können.“

  20. „Gut, dass wieder Gottesdienste gefeiert werden können. Das Singen fehlt mir sehr, zum Glück gibt es gute Musik. Ich hoffe und bete, dass bald wieder ein Gemeindeleben möglich sein wird; mit Abstand und im Freien müsste doch etwas möglich sein.“

  21. „Ich habe in einer anderen Kirche erlebt, dass gar nicht gesungen wird. Das fand ich nicht so gut, ich brauche die Musik. Nur gesprochen ist so trostlos. Es ist besser so. Abendmahl fehlt mir nicht. Die Masken sind lästig aber notwendig, ich hätte sonst Angst.“

  22. „Ich bin sehr glücklich darüber, dass überhaupt wieder Gottesdienste stattfinden dürfen. Die Gottesdienste sind zur Zeit sehr wichtig für mich. Ich sauge wirklich jeden Gottesdienst der zur Zeit stattfindet in mich auf wie ein Schwamm. Es tut einfach gut. Ich bin zwar ein absoluter Liturgiefan und es ist sehr schade dass sie nicht gesungen werden darf, aber ich sage mir, es ist alles besser als gar nicht stattzufinden.“

  23. „Es ist wichtig, Gottesdienst zu feiern. Die Form ist auch gut. Sicher freuen wir uns auf die Normalität, aber es wird sicher noch eine Weile dauern.“

  24. „Trotz aller Einschränkungen bin ich froh und dankbar, dass wir wieder Gottesdienst feiern können, gemeinsam beten, Gottes Wort, eine Predigt hören. Das ist mir am wichtigsten. Das gemeinsame Singen fehlt mir, aber ich finde gut, dass die Texte der Lieder auf den Zetteln stehen und dass wir mitsummen können.“

  25. „Es ist gut, wieder Gottesdienst zu feiern. Aber man vermisst das Singen. Und nicht einmal an Ostern Abendmahl zu feiern. Aber am schlimmsten ist es, dass das Gruppengespräch wegfällt. Bibelarbeit für zu Hause ist nicht ideal.“

  26. „Ich komme vor allem wegen der Musik und des Zusammenseins, und da fehlt mir vor allem das gemeinsame Singen. Es ist trotzdem schön, zu wissen, dass ich kommen kann und dem tollen Orgel-/Klavierspiel von Jack Day lauschen kann. Ok, ich gebe zu, ich habe ein bisschen mitgesungen… Ich freu mich drauf, wenn sich das wieder ganz normal anfühlt.“

  27. „Natürlich ist es nicht so schön wie sonst – kein Singen, kein Abendmahl, keine körperliche Begrüßung altvertrauter Gemeindemitglieder. Trotzdem finde ich hier ein Stück des Geistes und der Gemeinschaft, die ich im Gottesdienst suche.“

  28. „Es ist ungewohnt, aber in einer Zeit in der vieles unsicher ist und sich verändert, ist es schön und beruhigend, etwas zu haben auf das man sich verlassen kann / etwas bekanntes und vertrautes. Trotz der Distanz ist in der / jeder Gemeinde eine Einigkeit zu spüren und Zuversicht. Gottesdienst ohne viel „Tam-Tam“, sondern sich auf das wesentliche und die Urform besinnend gibt mir Kraft, in der Stille auf Gottes Wort hören. PS: Die musikalische Begleitung ist himmlisch und der Gottesdienst sollte aufgrund der Maske nicht länger sein.“

  29. „In der katholischen Kirche in Charlottenburg habe ich am Gottesdienst mit Abendmahl teilgenommen. Masken werden zum großen Teil auch nicht mehr getragen.“

  30. „Für mich ist es auf jeden Fall bei weitem besser, in die Kirche als gewohnten gemeinsamen Ort zu kommen, als allein vor dem Bildschirm zu sitzen. Auch wenn nur wenige Menschen hier sind und die Umstände lästig – es ist ein Sonntagsgottesdienst in der Gemeinschaft. Das zählt und hilft und tröstet am meisten.“

  31. „Ich versuche, nicht das zu sehen, was wir nicht „dürfen“, sondern Veränderung anzunehmen und für das dankbar zu sein, was möglich ist – uns gegeben ist /wird.“

  32. „Ich bin dankbar, dass wir uns in Corona-Zeit im Namen Christi sammeln können. Ich meine, die Maskenpflicht ist notwendig für die besondere Situation. Trotz des Fehlens von Abendmahl finde ich die Verbindung in der Gnade Christi ist wirklich. Ich wäre auch dankbar, wenn man einen sicheren Weg erfinden würde, Abendmahl wieder zu feiern.“

  33. „Das gemeinsame Singen fehlt mir sehr. Ohne Maske wäre es besser.“

  34. „Wenn man so eine Pfarrerin hat, braucht die Gemeinde nicht immer singen. Das kommt wieder. Aber dass gesungen wird ist wichtig. Abendmahl ist auch wichtig, aber ich finde gut, dass es im Moment nicht ist und nicht so halb oder mit komischen Bedingungen. Ich freue mich, wenn es irgendwann wieder normal ist und bis dahin ist es gut so. Danke.“

  35. „Es ist doch schön, in einer Gemeinschaft zu sein. Es wird ja alles wieder so ähnlich werden. Wir haben jetzt diese Erfahrung gemacht, wie es ist, so ohne alles. hier sind wir Gott nahe und können ihn um Geduld bitten und dass wir aus dieser Erfahrung etwas gelernt haben. Dann war es nicht umsonst.“

  36. „Es ist sehr komisch mit Masken, aber es ist gut, dass der Gottesdienst wieder stattfinden kann.“

  37. „Wir sind zu Gast hier und freuen uns, den Gottesdienst mitfeiern zu können. Sie machen das Beste aus den herrschenden Vorschriften, die man doch einhalten muss. Wir haben uns sehr wohl gefühlt.“

  38. Die augenblickliche Form ist besser als nichts. Vielleicht deutliche Aufforderung, bei den Liedern in die Masken zu singen. Man wird neidisch auf die Pfarrerin, die reden und vorsingen darf. Abendmahl vermisse ich nicht, da es früher immer selten war (bin 80).“

  39. „Es ist schön, wieder zum Gottesdienst mit der Gemeinde zusammen zu kommen. Danke dafür. Das Singen fehlt sehr. Auch ein Abendmahl. Die Maske fühlt sich ganz schrecklich an, und lenkt auch von einer bestimmten innerlichen Besinnung und Ruhe ab, was sehr schade ist.“

  40. „Wichtig ist nur, dass wir den Gottesdienst gemeinsam feiern können. Dank an alle, die viel Mühe auf sich genommen haben, dies zu ermöglichen. (Fast) alle einschränkenden Maßnahmen scheinen sinnvoll und hilfreich, um bald wieder aus dem Vollen zu schöpfen und vor allem mitsingen zu können!“

  41. Ich freue mich nach längerer Zeit wieder gemeinsam Gottesdienst feiern zu können. Die Predigttexte als pdf habe ich gerne gelesen, aber dabei hatte ich kein „Gottesdienstgefühl“, sondern nur ein „Meditationsgefühl“. Das Tragen der Maske während des Gottesdienstes empfinde ich als unangenehm und freue mich auf die Zeit, wo die Masken nur noch für den Weg bis zum Platz getragen werden müssen. Die Musik war während des Gottesdienstes so schön, dass es über das Nicht-singen-Dürfen hinwegtröstete.“

  42. „Ich kann mich nicht daran gewöhnen und hoffe, dass es bald wieder normal wird. Eine Stunde die Maske aufzuhaben ist für mich furchtbar!“

  43. „Corona ist für mich nach wie vor eine unwirkliche Situation. Aber: Trotz aller Einschränkungen freuen wir uns, Gottesdienst mitzufeiern, Gott zu loben in der Gemeinschaft und im Glauben gestärkt zu werden.“

  44. „Das ist halt die „neue Normalität“. Das Gewohnte neu zu (be-)denken und zu „erfinden“ ist herausfordernd und auch gut. Nur manches ist schlichtweg schwierig: Konfirmation in Gruppen, kein Abendmahl, Gottesdienste ohne Gemeindegesang. Da hoffen wir auf allmähliche Änderungen.“

  45. „Das Leben hat sich verändert, vieles ist eingeschränkt und verboten. Ängste bestimmen oft den Alltag, da war es sehr gut, als es wieder Gottesdienste gab. Gutes für Seele und Geist, die Freunde zu sehen und trotz Abstand sich auszutauschen. Die Musik und der gute Gesang der Pfarrerin oder der Solisten tut gut und ist eine Freude, die den Sonntag zum Festtag macht.“

  46. „Ich bin froh, dass in der Kirche wieder etwas Normalität eingekehrt ist. Aber am meisten fehlt mir der Gesang. Die Masken sind auch unbequem und man schwitzt darunter. Ich hoffe aber, dass es doch bald wieder etwas leichter wird und man auch Abendmahl feiern kann.“

  47. „Ich gehöre zur Baptistengemeinde in Schöneberg bin aber in dieser Coronazeit tatsächlich zum ersten Mal im Gottesdienst hier und heute, wohne in der Nachbarschaft und bin auch öfter schon in der Luisenkirche und hier gewesen. Jetzt war es mir ein großes Bedürfnis mal wieder live dabei zu sein und nicht immer nur online. Dennoch Klasse, dass es diese Möglichkeiten der Technik gibt man auch so miteinander verbunden sein kann! Im Grunde habe ich selten so viele Gottesdienste miterleben und Segen erhalten können, wie in den letzten Wochen! Gelobt sei Gott und danke an alle, die das so möglich machen. Auch so entsteht das Gefühl der Gemeinschaft. Gott befohlen weiterhin!“

  48. „Mir fehlt das Singen im Gottesdienst sehr. Ebenso das Gespräch und Gemeinschaft mit den anderen Gemeindemitgliedern.“

  49. „Eigentlich hat sich nicht viel geändert: das wichtige im Gottesdienst wird übermittelt, ob mit Gesang oder die Lieder lesend. Eine gute Sache ist immer die Predigt und die stimmt.“

  50. „Es fühlt sich alles etwas widersprüchlich an. Man ist froh gemeinsam Gottesdienst feiern zu können und gleichzeitig ist man auf Abstand bedacht. Man fühlt sich etwas zerrissen. Das Maskentragen ist zum Wohle aller eine Notwendigkeit, die man einfach hinnehmen muss. Das Singen fehlt einem sehr; auf das Abendmahl kann man dagegen eher verzichten. Vielen lieben Dank für Ihre Mühen, uns einen Gottesdienst zu ermöglichen. Bleiben Sie behütet und gesund!“

  51. „Vielen Dank für die Nachfrage und das Durchhalten! Mein Mann und ich sind froh wieder persönlich den Gottesdienst erleben zu können. Masken und Abstand sind zwar irritierend und Mitsingen tun wir trotzdem, aber etwas zurückhaltend! Unter diesen Umständen gehen wir lieber nach Alt-Lietzow, da dort das Fehlen äußerer Gemeinschaft besser auszuhalten ist. Etwas gespenstisch ist es schon und auf Dauer für eine Gemeinde nicht förderlich. Den Bibelkreis und den Chor vermisse ich sehr!“

Auch an dieser Stelle danken wir für den Zuspruch und die kritischen Anmerkungen, vor allem aber für die lebhaften Schilderungen der Gottesdienstbesucher.

Thomas Weimer