Tanz- und Musikworkshop

Datum: 29. und 30. August 2020
Zeit: jeweils 14.30 – 17.30 Uhr

Ort: Saal der Luisenkirchengemeinde (Holzboden, Flügel, Musikanlage)
Treffpunkt vor dem Haus Gierkeplatz 4, jeweils um 14.15 Uhr

Achtung: Anmeldung unbedingt erforderlich!

Workshop Inhalt
Der Corona-Lockdown hat viele Fragen aufgeworfen und sicherlich hat diese weltweite Krise auch körperliche Reaktionen hervorgerufen. Wie können wir in dieser neuen Situation ankommen? Ankommen bezieht sich wie kommen auf einen fortlaufenden Prozess, ein immer wieder ankommen. Jetzt und jetzt und jetzt... So wie ich, während ich diese Zeilen schreibe, mit jedem Wort meiner Vorstellung eine Form gebe und gleichzeitig sitzend auf meinem Stuhl ankomme, mit jedem Atemzug in meinem Körper, atmend meine Lungenflügel und die Bewegung meines Brustkorbes und Bauches wahrnehme und die Bewegung meiner Augen, die nach Formulierungen suchend aus dem Fenster schauen.

Ankommen bedeutet, dass ich bewusst meine Sinne wahrnehme und nutze, spüre wo der Stoff meiner Kleidung meine Haut berührt, die Geräusche und Gerüche aus meiner Umgebung wahrnehme, merke, welche Gefühle gerade offen liegen und vielleicht auch welche sich darunter verbergen, wie ich mich dank der Propriozeption in Raum und Zeit positioniere und über die kinästhetische Wahrnehmung mit anderen Menschen in Kontakt bin. All das gleichzeitig wahrzunehmen, ist oft unmöglich, doch zwischen den verschiedenen Wahrnehmungen hin und her zu springen, sie zu kombinieren und damit zu spielen, macht Spaß. Und hilft ein Gefühl von Sättigung entstehen zu lassen.

Die jeweils ersten 1 1⁄2 Stunden werden wir Improvisations- und Wahrnehmungsübungen aus dem Zeitgenössischen Tanz, der Contact Improvisation, der Capoeira, Theater und Feldenkrais machen und die jeweils letzten 1 1⁄2 Stunden intensiv den verschiedenen Musikstücken widmen. Am Samstag beschäftigen wir uns mit klassischer Musik aus Europa und Südamerika, am Sonntag mit Jazz und aktueller Musik. Zwischen den Übungen wird es Zeit zum Austauschen geben – auf verbaler und körperlicher Ebene. Unter Einbehaltung des notwendigen Sicherheitsabstandes.

Hygienekonzept
Das Hygienekonzept der Luisenkirche erfordert neben Teilnehmer*innenlisten auch das Fernbleiben bei Symptomen. Putzmaßnahmen vor und nach dem Workshop werden von den Gruppenleiter*innen übernommen. Bitte bringen Sie Papier und einen Stift mit und teilen Sie diese nicht mit anderen Teilnehmer*innen. Eine Wasserflasche für den persönlichen Gebrauch ist auch empfehlenswert. Bitte kommen Sie bereits in der Kleidung, die Sie während des Workshops tragen möchten, da weder Umziehen noch Duschen in den Räumlichkeiten der Luisenkirche gestattet ist.

Roana Salome Falkenberg sieht in der Wahrnehmung von Körper, Raum, Musik und sich selbst die Verneinung von Gewalt als sinnvolle politische Arbeit hin zu einem sensiblen und sinnlichen Miteinander. Tanz hat sie an der Contemporary Dance School in Hamburg studiert und hat sich als Pädagogin in Leipzig fortgebildet. Sie arbeitet sowohl als Tänzerin als auch als Tanz- und Theaterpädagogin und performte u.a. für die Deutsche Oper, für Tino Sehgal (Volksbühne, Martin- Gropius Bau, Albertinum), Caroline Mai (Kampnagel), Yaminah (Sprechwerk), für verschiedene Kollektive und leitete Projekte und Kurse an Schulen, Unterkünften für Geflüchtete, privaten Feiern, Kulturveranstaltungen uvm.

Jack Day hört gerne Musik zu und kann dabei oft Interesse für Details entwickeln und diese mit seiner Emotionalität in Verbindung bringen. Die Freude an der Erarbeitung von Stücken kann er als Kantor der Luisengemeinde und als freier Pianist und Organist ausleben. Er improvisiert gerne, als Contact-Tänzer, Stummfilmmusiker und auch im Rahmen seiner Tätigkeit an der Orgel in der Luisenkirche. Studiert hat er Orgel, Musikwissenschaft und Kirchenmusik u.a. in Cambridge und Tübingen. Er ist ansonsten Chorleiter, Organist und begleitet gerne Stummfilme. Kooperationen mit Künstlern aus verschiedenen Sparten: mit der Dramaturgin Charlotte Rackwitz an Stummfilmen, Performance Artist Moss Beynon Juckes.

Anmeldung:
E-Mail an Roana Salome Falkenberg mail@roana-salome.de
Jack Day im cc: johannestag@gmail.com

Bei der Anmeldung bitte kurz den Musik- und Bewegungshintergrund angeben.

Teilnehmer*innenzahl
Es sind maximal 18 Teilnehmer*innen zugelassen, da die Raumgröße maximal 20 Personen erlaubt.

Teilnahmerbeitrag
Der Teilnehmerbeitrag  beträgt 70€ für 6 Stunden Arbeit mit zwei Lehrkräften.
Schüler, Studenten und Erwerbslose zahlen 55€.

Bankverbindung:
Zahlungsempfänger: KVA Berlin Mitte-West
Verwendungszweck: zug. Luisen, Kirchenmusik Luisen, Tanzworkshop (bitte unbedingt so angeben)
IBAN: DE42 1005 0000 0190 6655 05
BIC: BELADEBEXXX (Berliner Sparkasse)