FOCUS-GOTTESDIENST

Sonntag |  18. November 2018  | 11:30 Uhr | Luisenkirche

 

▷  Thema: „Hoffnung und Mut schöpfen in einer scheinbar hoffnungslosen Situation?“

 

▷  Gast: Wolfgang Barthen

 

 

 

Wolfgang Barthen

Politologe (Gruppenpfarramt Neukölln)

Superintendent i.R. (Kirchenkreis Schöneberg) 

Vorsitzender des Gustav-Adolf-Werks

Kurz nach Eintritt in den Ruhestand (2010) begegnete mir das bis dahin unvertraute Gustav-Adolf-Werk (GAW) mit der Frage, ob ich Zeit und Engagement übrig hätte.

Wofür? Für evangelische Minderheiten in aller Welt.

So bin ich seit 2011 dieses Diasporawerks unserer Landeskirche geworden und lerne Neues. Lerne die Lage von evangelischen Kleinstgruppen, etwa in Kalmückien, kennen oder von traditionsreichen evangelischen Gemeinden in St. Petersburg und an der Wolga, wie auch die der Evangelischen auf dem Balkan und in Lateinamerika.

Es geht dabei um Beziehung, Stärkung, Besuch. Es geht um Ppartnerschaft und Kollekte. Es geht im Kern um das Erleben der lebendigen Wahrheit ausgesprochen bei Matthäi am Letzten: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage ...“ Dass wir Teil dieser Wahrheit werden als des Glaubens Genossen.

 

„Hoffnung und Mut schöpfen in einer scheinbar hoffnungslosen Situation?“

Mit Blick auf schwindene Kirchenmitgliederzahlen und abnehmende finanzielle Möglichkeiten, ein Beispiel für die Wahrnehmung von Alternativen lebendiger Gemeinde aus eigener Kraft.

Im Sommer 2016 unternahm eine GAW-Gruppe der EKBO eine Besuchsreise zu den Evangelischen in Siebenbürgen.

Scheinbar so: Mehrheit besucht Minderheit.

Reiche besuchen Arme.

West besucht Ost.

Das Ergebnis war verblüffend: 

Wir wurden ermutigt.

Wir trafen auf eine Kirche, die sich gesellschaftlich öffnet.

Wir trafen auf eine Minderheit (weniger als 0,1% der Gesamtbevölkerung) die den Exodus von 90% ihrer Mitglieder in den letzten 30 Jahren überlebt hat. Die sich beharrlich weigert zu sterben.

Sie lebt überzeugend.

Wie nur?

Deshalb trug mein Reisebericht, den ich ohne Auftrag für unseren Bischof schieb, den Titel:

EIN SOMMER DER ERMUTIGUNG

Davon will ich gerne in der Diaspora der Stadt Berlin, Abt. Charlottenburg, berichten.