BIBLIODRAMATISCHE ERPROBUNGEN ...

...zum Verhältnis von Judentum und Christentum

 

Eine Kooperation zwischen dem Institut Kirche und Judentum und der Evangelischen Luisen-Kirchengemeinde.

 

  • Aline Seel, Pfarrerin, Ev. Luisen-Kirchengemeinde und Institut Kirche und Judentum
  • Dr. Christian Staffa, Studienleiter für Demokratische Kultur und Kirche, Ev. Akademie zu Berlin
 

Ich lade Sie herzlich ein und freue mich auf Sie,

Ihre Pfarrerin Aline Seel

 

 

Anmeldung bei Aline Seel: seel@luisenkirche.de

Anmeldeschluss: 01. Juli 2018.
Die Anmeldung ist erst nach einer Bestätigung verbindlich.

TN-Beitrag: insg.: 60 Euro, ermäßigt 30 Euro - finanzielle Unterstützung ist auf Anfrage möglich.

Ort: Evangelische Luisen-Kirchengemeinde

Voraussetzung für die Teilnahme ist die Selbstverpflichtung zur Teilnahme an allen Modulen, da die Arbeit stark prozessorientiert ist. Die Teilnehmenden-Zahl ist auf 15 Personen begrenzt.

Bitte beachten Sie, dass Ihre Anmeldung erst nach Bestätigung verbindlich wird. Angestrebt wird ein ausgewogenes Generationen- und Geschlechterverhältnis, weshalb ggf. nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden können.

 

Termine:

01. August 2018 | 18.00-21.00 Uhr

05. September 2018 | 18.00-21.00 Uhr

26. September 2018 | 18.00-21.00 Uhr

17.Oktober 2018 | 18.00-21.00 Uhr

07. November 2018 | 18.00-21.00 Uhr

12. Dezember 2018 | 18.00-21.00 Uhr

Die Einheiten erstrecken sich jeweils über zwei Termine. Am Prozess orientierte Änderungen im Verlauf der Reihe sind möglich.

Beschreibung:

Bibliodrama spricht Kopf, Herz und Bauch an. Es ist ein Weg indirekter Selbsterfahrung, gleichermaßen text- und erfahrungsorientiert, kreativ,  kritisch und meditativ. Dabei geht es ebenso um das Bewusstwerden von Irritationen,  Projektionen, Blockierungen in und gegenüber biblischen Texten wie um die Entdeckung von deren befreiendem, lebensfreundlichem Potential. Bibliodrama findet seinen Ausgangs- und Zielpunkt in der Heiligen Schrift selbst und ist daher ein aufschlussreicher und lebensnaher Begegnungsort für Judentum und Christentum. Zudem ist es geeignet, die oft verborgene Basis von eigenen Vorurteilen und deren Auswirkungen auf unsere Kommunikation im Alltag in den Blick zu nehmen.

Jetzt und doch immer noch nicht - Zeiterfahrungen und Erwartungen

Dem christlichen Glauben ist eine ungeheure Spannung aufgegeben. Ist der Messias einerseits gekommen, so steht andererseits sein oder gar ihr Kommen noch aus. „In Christus“, durch die Taufe sind wir „eine neue Kreatur“, das Reich Gottes ist bereits angebrochen - aber wo wird das sichtbar? Historisch und gegenwärtig wurde und wird diese Spannung immer wieder zugunsten von Jenseitshoffnungen und einem Sich-Abfinden und Sich-Einrichten im Hier und Jetzt aufgelöst.

Wie aber lässt sich die Gegenwart Gottes im Jetzt in Beziehung setzen zu ausstehenden Verheißungen? Wo finden sich Momente, die etwas von einer erfüllten Zeit, einer verändernden Geisterfahrung mit Blick auf Glaube, Liebe und auf Hoffnung auf Gerechtigkeit in sich tragen?

Wir gehen den ethisch praktischen, liturgischen und mystischen Dimensionen dieser Frage nach.

Texte: Psalm 28 und Markus 9, 2-10

 

„Keine bleibende Statt“ - Risiken auf den verheißenen Wegen

Der Umgang mit (un-)eingelösten Verheißungen ist zentral für das Verhältnis von Christentum und Judentum. Im 11. Kapitels des Hebräer-Briefes wird von den Wegen unserer Väter und Mütter im Glauben berichtet. Sie sind auf gut Glück und mit großem Versprechen im Rücken ausgezogen und doch nicht angekommen. Als Gäste und Fremdlinge auf dieser Erde lebten sie in der Spannung von Erwartung, Verheißung und Erfüllung. Wir fragen, wie dieser Text gegenwärtig in unsere (un)erfüllten individuellen und gesellschaftlichen Sehnsüchte nach gutem Leben spricht.

Text: Hebräer 11

 

Wem folgen wir nach, wenn wir Jesus nachfolgen?

Jesus nachzufolgen erscheint als das neutestamentliche Orientierungsangebot an uns Christenmenschen. Oft merken wir: das ist leichter gesagt als getan. Wir fragen nach Kriterien und Bewegungsmustern des Nachfolgens im biblischen Denken. Wie können wir zwischen Traditionstreue und Neubeginn Nachfolgende werden? Jesus selbst war Nachfolgender in seiner jüdischen Tradition und die Frage, wie viel Altes im Neuen bzw. Neues im Alten steckt, prägt des Verhältnis von Judentum und Christentum.

Texte: 1. Kön 19,19-21 und Lk 9,57-62