Dolcissima Speranza

Ein Mysterienspiel um die Hoffnungskraft der Musik

08.09.2017 · 19:00 Uhr
Luisenkirche, Berlin
Gierkeplatz 4, 10585 Berlin


Weitere Informationen auf www.i-confidenti.de

Luthers Reformation führte schon bald zu erbitterten Glaubenskriegen, zu Not und Elend in vielen Teilen Europas. Wir präsentieren die Musik einer Zeit, die unseren Ohren fremd geworden ist; einer Welt, heillos zerrissen, in der dennoch gespielt wird und gesungen – und das nicht nur von finsteren Zeiten! Uns diese Welt heute nahezubringen – und vielleicht ja manche Parallelen zum Hier und Jetzt sichtbar zu machen – bedarf es eines Mittlers, der uns bei der Hand nimmt, uns mitfühlen und miterleben lässt. Die Gestalt des Christoffel, genannt Simplex verbindet Tragik mit Komik, Wirklichkeitssinn mit der unstillbaren Sehnsucht nach einer besseren Welt. Zwischen den Zeitläufen springt er ebenso hin und her, wie zwischen den Orten: von Wittenberg nach Dresden und Venedig und zurück. Er sucht nach Frieden in einer Musik, die vielleicht das Kriegsgeschehen übertönen kann und begegnet neben Luthers Liedern und der Musik in Wittenberg den beiden Meistern, die gleichzeitig bemüht sind, trotz der Gräuel des Krieges zu singen und zu musizieren: der Deutsche Heinrich Schütz und der Italiener Claudio Monteverdi – befreundete Zeitgenossen, versöhnliche Klänge, die Hoffnung wecken. Musik,  die uns gleichzeitig fremd und nahe ist. Auch für uns heute berührend und tröstlich.



MITWIRKENDE

Musikalische Leitung:
Daniel Trumbull

Inszenierung:
Jürgen Hinz

Stück:
Waldtraut Lewin / Niklas Lewin

Bühnenbild, Kostüme und Masken:
Christine Jaschinsky

Thomas Wiesenberg // Schauspiel
Georgia Tryfona // Sopran
Margot Genet // Sopran
Johanne Braun // Alt
Volker Nietzke // Tenor
Ludwig Obst // Bariton
Junges Barockorchester Berlin, Musikschule
Dauer ca. 90 min., keine Pause